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Die Zeittafel |
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um 1000 |
Gründung des Benediktinerstiftes Ossiach durch den Bayrischen Grafen Ozi und seine Frau Irenburgis. Ihre beiden Söhne sind Ozi II. und Poppo. |
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1019 |
Poppo wird Patriarch von Aquileia und kauft in der Folge seinem Bruder Ozi II. das Ossiacher Stift ab. So kommt Ossiach zur Kirchenprovinz von Aquileia. Damit ist allerdings eine alte Grenze verletzt, denn das Gebiet nördlich der Drau gehört seit 811 zur Kirchenprovinz von Salzburg. |
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1028 |
Eine Urkunde Kaiser Konrad II. bestätigt, dass das Kloster nun dem Patriarchen von Aquileia unterstellt ist. Auch der Papst ist einverstanden. |
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1081 - 1089 |
Der polnische König Boleslaus II. ist nach dem Mord am Krakauer Bischof Stanilslaus auf der Flucht. Der Legende nach verbringt er die Jahre bis zu seinem Tod als "Stummer Büßer" im Kloster von Ossiach. |
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1096 |
Ankauf von Gütern am Wallersberg bei Völkermarkt. |
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1136 |
Zwischen den Kirchenprovinzen Aquileia und Salzburg entsteht ein Abgabenstreit. Erst durch einen Vertrag im Jahr 1212 kommt es vorübergehend zu einer Beruhigung. |
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um 1150 |
Markgraf Ottokar schenkt dem Kloster die Kirche St. Jakob im Rosental mit dem Recht, dort einen Pfarrer einzusetzen. |
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1192 |
Die Babenberger erwerben die Ossiacher Vogteirechte. |
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1233 |
Ankauf von Gütern im salzburgischen Lungau unter Abt Hezelin. |
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1246 |
Die Vogteirechte |
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1252 - 1263 |
Unter Abt Berthold II., der aus dem Kloster Millstatt kommt, gibt es erste Anzeichen der Loslösung von Aquileia. |
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1279 |
Letzte Demonstration des aquilensischen Rechtes durch die "Schlüsselübergabe" bei der Wahl des Abtes Konrad II. |
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1305 |
Graf Meinhard von Ortenburg erhält die Vogteirechte. |
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1307 - 1314 |
Der heiligmäßige Abt Werner der II. entwickelt eine spezielle Heilmethode. Die Kranken werden an einen Stuhl gebunden und in die Sonne gestellt. Drei Kugeln aus Bergkristall wirken als Brennglas und versetzen den Kranken in einen tiefen Schlaf, aus dem er geheilt erwacht. Der Stuhl dient heute als Priestersitz für die Liturgie. Die einzige noch erhaltene Kugel ist im Diözesanmuseum ausgestellt. |
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1343 - 1354 |
In die Regierungszeit von Abt Volkmar fällt das schwere Erdbeben des Jahres 1348. Trotz großer Schäden im Land (Dobratschabsturz) bleibt das Kloster in Ossiach aber weitgehend verschont. |
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1351 |
Herzog Albrecht II. erwirbt vom Stift den Kirchenbesitz von Gratschach mit dem "Jagersberg" (die spätere Burg "Landskron"). |
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1401 |
Abt Ulrich I. erhält von Papst Bonifaz IX. Mitra und Pontifikalien. Damit endet der Anspruch von Aquileia endgültig. |
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1430 - 1437 |
Das Stift Ossiach erhält unter Abt Andreas I. die niedrige Gerichtsbarkeit, was dem Kloster mehr Einnahmen bringt. |
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1444 |
Das Kloster erwirbt die Jakobskirche bei Feldkirchen, die sogleich das Patrozinium des Benediktinerheiligen St. Ulrich bekommt. |
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1437 - 1454 |
Durch die Misswirtschaft von Abt Ulrich III. gerät das Kloster in finanzielle Schwierigkeiten. |
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1457 |
König Friedrich III. bestellt den Hochmeister des Georgs-Ritter-Ordens aus Millstatt zum Administrator des Stiftes. Der Erzbischof von Salzburg kann noch verhindern, dass Ossiach in den Besitz des Ritterordens gelangt. |
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1462 - 1472 |
Abt Augustin verbessert die wirtschaftliche Lage und erhält die kaiserliche Zustimmung zu neuen Steuern. |
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1473 - 1484 |
Unter Abt Leonhard Zorn erlebt Ossiach einige dramatische Ereignisse: Türkeneinfalle, Bauernaufstand und Kirchenbrand. |
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1476 |
Erster Türkeneinfall |
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1478 |
Bauernaufstand als Reaktion auf die neuen Steuern. |
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1483 |
Zweiter Türkeneinfall |
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1484 |
Am "Lienharditag", dem Geburtstag des Abtes, verursacht ein Großbrand schwere Schäden an der gesamten Klosteranlage. |
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1485 |
Abt Daniel Krachenberg (1484 - 1496) beginnt mit der Behebung der Brandschäden von Kirche und Stift. |
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1490 |
Erwerb von Schloss Tiffen |
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1492 |
Neuerlicher Türkeneinfall. Der Legende nach fliehen die Mönche nach Westen und werden am Seeufer erschlagen. Der Ort heißt seither Heiligengestade. |
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1496 - 1510 |
Abt Erasmus Trotter (Töttrer) bringt die Erneuerung von Kirche und Stift zum Abschluss und weiht im Jahr 1500 die nun im Stil der Gotik neu gestaltete Kirche. Ein paar Jahre später wird der heute noch erhaltene gotische Flügelaltar gestiftet. |
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1510 - 1523 |
Unter Abt Wolfgang Gaispacher entstehen die Filialkirchen in Heiligengestade und am Ossiacher Tauern. Das Tauernkirchlein ist zunächst dem Hl. Apostel Thomas geweiht, erhält aber später das Patrozinium des Hl. Antonius von Padua. |
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1528 - 1555 |
Abt Andreas Hasenberger regiert wie ein Fürst. Er lässt sich eigene Segelschiffe bauen. Auf seiner "Venezianischen Flotte" empfängt er im Jahr 1552 sogar Kaiser Karl V. |
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1556 - 1587 |
Unter Abt Petrus Gröblacher gehen alle Osttiroler Güter verloren. Er wird schließlich "wegen unchristlichen Lebenswandels" abgesetzt. |
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1587 - 1593 |
Abt Zacharias Gröblacher, der leibliche Bruder von Abt Petrus, lässt erstmals eine Geschichte des Klosters schreiben: die Annales Ossiacensis. Auch das Äbtebuch geht auf ihn zurück. Trotz dieser Verdienste wird auch er vom Erzbischof zur Resignation gezwungen. |
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1593 - 1595 |
Der aus St. Paul im Lavanttal stammende Abt Adam Schrötl bemüht sich wieder um Ordnung und Disziplin im Kloster. |
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1595 - 1616 |
Abt Caspar Rainer macht das Kloster wieder schuldenfrei. Am Ossiacher Tauern lässt er einen Meierhof errichten. |
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1612 |
Einzelheiten über die Geschichte Ossiachs finden sich auch in den Annales Carinthiae des Hieronymus Megiser. |
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1622 - 1628 |
Abt Georg Wilhelm Schweitzer lässt den Westtrakt des Stiftes und die dortige Prälatur neu bauen. |
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1624 |
Das Kloster erwirbt ein Stadthaus in Klagenfurt. Das Ossiacher Wappen schmückt heute noch das Portal des prunkvollen Hauses in der Wienergasse. |
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1628 |
Erwerb von Schloss Prägrad bei Feldkirchen. |
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1642 - 1656 |
Abt Friedrich Hirschberger verkauft die entlegenen Güter im Lungau und macht das Kloster nach den Steuerlasten des 30-Jährigen Krieges wieder schuldenfrei. |
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1656 - 1682 |
Unter Abt Christoph Caponig werden viele Mönche krank, weshalb man nun einen gesünderen Ort sucht. Im Jahr 1672 kommt es zum Ankauf von Schloss Wernberg. Nach dem Neubau der Wasserleitung in Ossiach verschwinden auch die Krankheiten. Zum Dank dafür lässt Abt Caponig einen Marienbrunnen im Stiftshof erbauen. |
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1680 |
Der Kärntner Geschichtsschreiber Valvasor zeigt eine detaillierte Ansicht der Klosteranlage aus dieser Zeit. |
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1682 - 1725 |
Der hochangesehene Abt Ibelbacher bekleidet auch außerhalb des Klosters hohe Ämter. Als Visitator der salzburgischen Benediktinerkongregationen ist er auch Rektor der Universität Salzburg. Er ist ebenso Legat der Kärntner Landstände am kaiserlichen Hof. |
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1683 |
Die Stiftskirche erhält einen neuen Hochaltar, der aus der Kirche Maria Elend im Rosental stammt. |
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1689 |
Abt Edmund Ibelbacher organisiert eine 1000-Jahr-Feier des Stiftes. Das angebliche Gründungsjahr 689 geht allerdings auf einen Irrtum zurück. |
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1705 |
Am 25. März ertrinken infolge eines Sturmes 200 Wallfahrer während der Überfahrt nach Ossiach. An diese Tragödie erinnern zwei schmiedeeiserne Kreuze, die heute auf den Gräbern von Pfarrer Jakob Stingl und Professor Helmut Wobisch stehen. |
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1725 |
Errichtung der frühbarocken Kanzel. Die roten Buchstaben der Inschrift "Lux fidei hic prima refulsit" ergeben als lateinische Ziffern die Jahreszahl 1725. |
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1725 - 1737 |
Unter Abt Virgil Gleissenberger erlebt das Stift eine Glanzzeit. Das Kloster kann nicht alle Novizen aufnehmen, so groß ist die Nachfrage. Als eifriger Bauherr lässt er die Stiftsbibliothek erneuern und veranlasst 1726 den Bau des Pfarrhofs in St. Jakob im Rosental. In Wernberg entsteht die Schlosskapelle. Abt Virgil macht sich aber vor allem als Dichter einen Namen. Von ihm stammt das Epos über das Schicksal des polnischen Königs Boleslaus II. |
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1737 - 1753 |
Abt Hermann Ludinger (Hermann III.) vollendet im Jahr 1746 die barocke Ausgestaltung der Kirche. Eine Legende erzählt, dass er beim Einfangen eines Bienenschwarms auf einen Schatz gestoßen sei und damit den Umbau der Kirche finanziert habe. |
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1753 - 1783 |
Mit Abt Roman Zusner endet die beinahe acht Jahrhunderte dauernde
Klostergeschichte der Benediktiner in Ossiach. Auf Grund einer kaiserlichen
Weisung vom 5. Dezember 1782 erfolgt im Frühjahr 1783 die Aufhebung des
Stiftes. Einige Mönche werden im Kloster St. Paul im Lavanttal aufgenommen.
Abt Zusner übersiedelt als Erzpriester nach St. Jakob im Rosental. |
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1816 |
Der zweite Stiftshof mit dem Kreuzgang wird abgerissen. Das Stift dient in den folgenden Jahren als Militärstation und Pferdegestüt. |
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1818 |
Das Tor im Durchgang vom Stiftshof der Kirche wird durch das Militär zugemauert. |
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1866 |
Auf Drängen der Bevölkerung wird das zugemauerte Tor zur Stiftskirche wieder geöffnet. |
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1919 - 1920 |
Das Stift wird von italienischen Truppen besetzt und droht weiter zu verfallen. |
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1946 |
Die Österreichischen Bundesforste übernehmen das Stift und verhindern einen Abbruch. |
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1965 - 1975 |
Die Stiftskirche wird auf Initiative von Pfarrer Jakob Stingl vollständig restauriert. |
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1995 |
Das Stift geht in den Besitz des Landes Kärnten über und wird seit 2001 von einer landeseigenen Immobiliengesellschaft verwaltet (LIG). |
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Die Seelsorger der Pfarre Ossiach seit 1896 |
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1896 - 1900 |
Pfarrer MATTHIAS KANDOLF (4 Jahre) |
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1900 - 1901 |
Provisor MATTHIAS STREIT (9 Monate) |
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1901 - 1933 |
Pfarrer LORENZ FRANTA (32 Jahre) |
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1933 - 1935 |
Provisor ANTON DEUMLICH (1 Jahr) |
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1935 - 1962 |
Pfarrer WILHELM MATHEI (27 Jahre) |
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1962 |
Provisor FRANZ NIKOLASCH (3 Monate) |
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1962 |
Provisor SIEGFRIED PIRKER (10 Monate) |
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1962 - 1996 |
Provisor JAKOB STINGL (33 Jahre) |
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1997 |
Dechant ENGELBERT HOFER (9 Monate) |
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1997 - 1998 |
Provisor PETER ALLMAIER (1 Jahr) |
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Seit 1998 |
Pfarrer HERBERT STICHALLER |
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Der "Stumme Büßer" zu Ossiach |
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Da ihm der wackere Bischof von Krakau, Stanislaus, hierüber freimütig Vorwürfe machte und ihn endlich sogar in den Bann tat, schwor Boleslaus ihm Rache und tötete ihn mit eigener Hand in der Kirche des heiligen Michael zu Krakau vor dem Altar, da er eben die Messe las. Dies geschah am 8. Mai 1077. |
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Der Mord an diesem frommen und beliebten Mann empörte die Nation noch
mehr, und da der König nun auch vom Papst Gregor VII. in den Bann getan
wurde, verschworen sich die Vornehmsten des Reiches gegen ihn und bewogen ihn
dadurch zur Flucht aus seinem Land. Er floh nach Ungarn zum König Ladislaus.
Allein unbekannte Gründe, vielleicht die fortgesetzte Verfolgung des Papstes, |
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Der Mann, dem vormals ein großes Reich nicht genügt hatte, brachte hier acht Jahre zu, unerkannt und stumm; er stellte sich, als wäre er sprachlos, und verrichtete die geringsten Küchendienste und Tagwerksarbeiten. Seine Demut in diesem neuen Stand, seine ausharrende Geduld, seine Unterwürfigkeit gegen die Befehle seiner Vorgesetzten, die unerschütterliche Festigkeit in seiner angenommenen Stummheit, alles Lautwerden der Gefühle zu unterdrücken, sind unzweideutige Beweise dafür, daß er seiner selbst durch harte Prüfung wieder mächtig geworden war. |
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In seinem besten Alter warf ihn nun eine Krankheit aufs Bett, und bald fühlte er, daß sein letzter Augenblick herannahe. Diese Gewißheit löste seine Zunge. Er bat um einen Beichtvater, und als dieser erschien und über den plötzlich sprechenden Stummen in Erstaunen geriet, bekannte Boleslaus, wer er gewesen, warum er hierher gekommen und welche Verbrechen er begangen hatte. Er empfing den Leib des Herrn, übergab den königlichen Siegelring mit geheimen Briefen zur Bestätigung seiner Angaben dem Abt des Klosters und schloß seine Augen für immer unter dem Gebet der Klosterbrüder, die sich um sein Krankenlager gesammelt hatten. |
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Der Körper des Verstorbenen wurde auf geziemende Weise in der Kirche begraben, und man sieht noch heute von außen auf der Nordwestmauer der Kirche seinen Grabstein, auf dem ein gesatteltes Pferd mit der Umschrift steht: Boleslaus, Rex Poloniae, Occisor Sancti Stanislai, Episcopi Craco-viensis. Über diesem Stein ist ein Bild, ein altes Gemälde, zu sehen; es zeigt in seiner Mitte den Boleslaus bewaffnet, ringsherum am Rand aber in kleinen Bildern Szenen aus der Geschichte seines Lebens und Todes. |
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Als man im Jahr 1839 das Grab, das seine Überreste enthalten sollte,
öffnete, fanden sich darin Gebeine, eiserne Nägel und eine Metallschließe,
die wohl einst das Pilgergewand des königlichen Büßers geschlossen hatte. |
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Abt Werner und die Kristallkugeln |
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Der heiligmäßig lebende Gottesmann, von dem man sagt, daß er in seiner Jugend von einem Johanniter in die Geheimnisse der Medizin eingeweiht worden war, widmete sich in Ossiach segensreich der Pflege kranker Menschen aus seiner Umgebung. Auf sein inniges Gebet hin, auch bei schweren Erkrankungen Heilung zu erreichen, soll er von der Gottesmutter während des Meßopfers am Frauenaltar drei Kristallkugeln erhalten haben, mit denen er Blinde, Taube, Stumme und Besessene durch "Brennen" von ihrem Leiden befreien könnte. Abt Werner verfuhr sodann nach dem Rat der heiligen Jungfrau und hatte bald erstaunliche Erfolge. |
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Sein Ruhm als wundertätiger Abt von Ossiach verbreitete sich über das
ganze Land, und von überall brachte man die Kranken herbei, damit sie im
Kloster Heilung fänden. |
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Kostbarkeiten aus dem Pfarrarchiv |
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Strenge Auflagen anno 1844
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